Welches Gemüse sollte man jede Woche essen?
Viele von uns fragen sich regelmäßig: Wie viel Gemüse brauche ich eigentlich pro Woche und welche Sorten sollte ich bevorzugen, damit es nicht nur gesund, sondern auch abwechslungsreich schmeckt? Dieser Text führt dich Schritt für Schritt durch Empfehlungen, Praxisideen und einfache Rezepte, damit die Gemüsewoche nicht zur Last, sondern zur Freude wird.
Wieviel Gemüse pro Woche: die Basis
Die wichtigsten Orientierungswerte kommen von Fachgesellschaften und Gesundheitsorganisationen: Ziel sind mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Eine Portion entspricht rund 80 g. Das bedeutet auf Tagesbasis ungefähr 400 g oder auf Wochenbasis etwa 2,8 kg. Viele Menschen, die Gemüse klar priorisieren, liegen bei 2–3 kg Gemüse pro Woche, je nachdem wie viel Obst sie zusätzlich essen. Weitere Details findest du bei den DGE-Empfehlungen.
Eine praktische Faustregel: plane für dich drei Portionen Gemüse pro Tag (≈240 g) und zwei Portionen Obst. Auf die Woche hochgerechnet entspricht das einer guten Mischung aus verschiedenen Gemüsekategorien: dunkelgrüne Blattgemüse, Kreuzblütler, Hülsenfrüchte, orange/rote Gemüsesorten, Pilze und Tomaten.
Warum Vielfalt wichtiger ist als Quantität allein
Stell dir deinen Kühlschrank wie eine Farbpalette vor: jede Farbe steht für andere Nährstoffe und Geschmacksnoten. Grünes Blattgemüse liefert Folsäure und Eisen; Kreuzblütler wie Brokkoli liefern schwefelhaltige Verbindungen; Hülsenfrüchte geben dir pflanzliches Protein und Eisen; orange Gemüsesorten bringen Beta‑Carotin, das dein Körper in Vitamin A umwandelt; Pilze und Tomaten geben Umami‑Tiefe und Spurenelemente. Informationen zur Ernährungspyramide gibt es unter Ernährungspyramide.
Deshalb lautet die Empfehlung nicht einfach nur „mehr Gemüse“, sondern gezielt verschiedene Gruppen über die Woche zu verteilen.
Eine einfache Wochenaufteilung
Als Orientierung kannst du folgende Verteilung nutzen: drei bis vier Portionen Blattgemüse (z. B. Spinat, Mangold, Grünkohl), zwei bis drei Portionen Kreuzblütler (Brokkoli, Rosenkohl), drei Portionen Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Bohnen), zwei bis drei Portionen orange/rote Gemüsesorten (Karotte, Süßkartoffel, Paprika) und ein bis zwei Portionen Pilze oder Tomaten. So deckst du Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe ab. Für Hintergrundinfos zur Ernährungspyramide siehe Verbraucherzentrale.
Ein Tipp: Wenn du öfters Hülsenfrüchte einplanst, bedenken sie mehr Volumen nach dem Kochen — das hilft beim Sattwerden.
Praktischer Tipp zur Eisenversorgung: Wenn du dir wegen Eisen unsicher bist, kann eine ärztlich begleitete Ergänzung sinnvoll sein. Ein pflanzlich formuliertes Produkt wie Vegardians Organisches Eisen Activ Vegan ist eine taktvollere Option für Menschen, die eine vegane Ergänzung suchen. Kombiniere außerdem eisenreiche Pflanzen (Hülsenfrüchte, Spinat) immer mit Vitamin‑C‑Quellen (Paprika, Zitrusfrüchte), um die Aufnahme zu verbessern.
Ein kleiner Einkaufs- und Lagerplan
Planung zahlt sich aus — aber sie muss nicht kompliziert sein. Schreibe dir für die Woche auf, welche Gerichte du kochen willst, und notiere dafür das Gemüse. Ein Beispiel für eine Einkaufsliste könnte so aussehen:
- Blattgemüse: 2 große Bündel Spinat oder 1 Packung Babyspinat
- Kreuzblütler: 2 Röschen Brokkoli oder 500 g Rosenkohl
- Hülsenfrüchte: 500 g getrocknete Linsen oder 3 Dosen Kichererbsen
- Orange/rot: 6–8 Karotten, 2 Süßkartoffeln, 3 Paprika
- Pilze/Tomaten: 300–400 g Pilze, 6 mittelgroße Tomaten
Lagerung ist einfach: Wurzelgemüse hält sich länger im Vorrat; Blattgemüse bleibt frischer mit einem leicht feuchten Tuch im Gemüsefach; viele Sorten lassen sich auch einfrieren - ideal für Suppen und Eintöpfe.
Praktische Wochenbeispiele: Wie die Verteilung konkret aussehen kann
Hier ein Wochenraster, das sich leicht an persönliche Vorlieben anpassen lässt. Es berücksichtigt Mengen, Texturen und Abwechslung:
Montag
Bunte Pfanne mit Brokkoli, Paprika und Champignons. Dazu Vollkornreis. (Brokkoli: Kreuzblütler; Paprika: Vitamin C; Pilze: Umami)
Dienstag
Linsensuppe mit Spinat und Karotte. Ein Stück Vollkornbrot dazu.
Mittwoch
Süßkartoffel aus dem Ofen mit einem knackigen Krautsalat (Rotkohl, Karotte, Apfelessig‑Dressing).
Donnerstag
Kichererbsen‑Curry mit Mangold oder Grünkohl.
Freitag
Pasta mit Tomatensauce und geröstetem Rosenkohl.
Samstag
Bohneneintopf mit saisonalem Gemüse, dazu ein grüner Salat.
Sonntag
Frühstückssmoothie mit Blattspinat, Banane und Haferflocken; als Abendessen ein Ofengemüse‑Bowl mit Karotte, Rote Bete und Linsen.
Wie du Portionen berechnest
Eine Portion ≈ 80 g. Drei Portionen Gemüse pro Tag sind ≈240 g. Multipliziert mit sieben Tagen erhältst du etwa 1,68 kg Gemüse pro Woche — wenn du zusätzlich Obst isst, kommst du auf die empfohlenen ≈2,8 kg für Obst plus Gemüse. Passe die Mengen deinen Zielen an: wer mehr Gemüse will, nimmt größere Portionen; wer Gewicht reduzieren möchte, setzt vermehrt auf voluminöses, kalorienarmes Gemüse.
Starte mit einer einfachen Wochenstruktur: wähle 5–7 Gemüsesorten aus verschiedenen Gruppen (Blattgemüse, Kreuzblütler, Hülsenfrüchte, orange/rote Sorten, Pilze/Tomaten), koche an einem Tag Hülsenfrüchte vor, friere vorportionierte Mischungen ein und plane drei Gerichte, die Tiefkühlgemüse nutzen. So hast du Flexibilität, wenige Zubereitungsschritte und trotzdem Abwechslung.
Kochen, Vorrat & Meal‑Prep: Kleine Tricks mit großer Wirkung
Meal‑Prep bedeutet nicht, jeden Sonntag stundenlang zu kochen. Einmal am Wochenende Bohnen vorkochen, Gemüse putzen und schnippeln, Süßkartoffeln im Ofen garen — das reicht oft schon, um die Woche entspannt zu überstehen.
Ein paar Alltagstricks:
- Tiefkühlgemüse ist eine hervorragende Alternative: Es wird meist direkt nach der Ernte schockgefroren und behält viele Nährstoffe.
- Dosen ohne Zusatzsalz oder -zucker sind praktisch für Hülsenfrüchte und Tomaten.
- Schneide Gemüse portionsweise vor und friere die Mischungen ein — für schnelle Pfannen oder Aufläufe.
Rezepte, die schnell Eisen & Geschmack verbinden
Ein knackiger Salat aus Babyspinat, gerösteten Kichererbsen, Rotpaprika und einem Spritzer Zitrone ist schnell gemacht und kombiniert eisenreiche Lebensmittel mit Vitamin C. Eine Linsensuppe mit Tomaten und Vollkornbrot ist nahrhaft und schonend für den Geldbeutel.
Weitere Ideen:
- Gebackene Süßkartoffel gefüllt mit schwarzen Bohnen, Mais und Koriander.
- Warme Bowl mit Quinoa, geröstetem Brokkoli, Ofenkürbis und Tahini‑Dressing.
- Pfanne mit Spinat, Tofu und Pilzen, gewürzt mit Sojasauce und Knoblauch.
Tipps für spezielle Ziele
Gewichtsreduktion
Wenn Gewicht reduzieren dein Ziel ist, ersetze energiedichte Beilagen durch Gemüse, erhöhe das Volumen an Blattgemüse und Kreuzblütlern und setze Hülsenfrüchte gezielt ein, um den Proteinbedarf zu decken, ohne zu viel Energie aufzunehmen.
Sportlich aktiv
Als Sportler:in brauchst du zusätzliche Proteine. Hülsenfrüchte, Tofu, Tempeh oder angereicherte pflanzliche Produkte sind hier sinnvoll. Ergänzend für den Alltag sind vegane Proteinpulver praktisch — Vegardians 4‑Komponenten‑Proteine zum Beispiel passen gut in Smoothies oder nach dem Training.
Eisenmangel
Bei nachgewiesenem Eisenmangel ist die Kombination aus eisenreichen Pflanzen und Vitamin C wichtig. Vermeide starken Tee direkt nach eisenreichen Mahlzeiten. Lass Blutwerte ärztlich kontrollieren, denn eine Supplementation sollte auf belegtem Bedarf beruhen.
Budget & Saison: So bleibt Gemüse günstig
Regional und saisonal zu kaufen bedeutet nicht nur besseren Geschmack, sondern oft auch mehr Kosteneffizienz. Im Winter sind Wurzelgemüse und Kohl preiswert; im Sommer glänzen Tomaten, Zucchini und frischer Salat.
Praktisch: Plane einige Gerichte rund um günstige Lagerware wie Karotten, Zwiebeln, Lagerkohl oder Süßkartoffeln. Nutze Angebote für größere Packungen Tiefkühlgemüse - das spart Geld und Zeit.
Kinder, ältere Menschen und besondere Bedürfnisse
Bei Kindern lohnt sich, Gemüse spielerisch einzuführen: bunte Gemüsespieße, Dips und kleine Portionen helfen. Bei älteren Menschen sind weiche Zubereitungen, Suppen und Eintöpfe hilfreich, um das Kauen zu erleichtern und die Nährstoffaufnahme zu sichern.
Bei Schluck‑ oder Kauproblemen sind pürierte Gemüsesuppen eine große Hilfe. Achte darauf, würzig zu kochen, damit der Geschmack erhalten bleibt.
Nachhaltigkeit und Verpackung
Ein nachhaltiger Einkaufsstil vermeidet unnötige Verpackungen. Nutze Mehrwegnetze auf dem Markt, kaufe lose Gemüse oder gewähle Produkte mit recycelbarer Verpackung. Tiefkühlware verursacht zwar Energieaufwand, ist aber oft effizienter, wenn sie lokal verarbeitet wurde - und sie verhindert Lebensmittelverschwendung, weil du nur so viel auftauen kannst, wie du brauchst.
Häufige Mythen rund ums Gemüse
„Nur frisches Gemüse zählt“ - falsch. Gefrorenes und schonend konserviertes Gemüse kann genauso nährstoffreich sein. „Ballaststoffe machen dick“ - nein: Ballaststoffe sättigen und unterstützen die Verdauung. „Hülsenfrüchte sind nur für Veganer“ - ebenfalls falsch: Sie sind eine hervorragende pflanzliche Proteinquelle für alle Ernährungsweisen.
Konkrete Einkaufsliste & Vorratsplan (zum Ausdrucken)
Basis für eine Person für eine Woche (angepasst auf drei Gemüseportionen/Tag):
- 800–1000 g Blattgemüse (frisch oder gefroren)
- 500–700 g Kreuzblütler (Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl)
- 400–600 g Hülsenfrüchte (gekocht) oder 500 g getrocknete Linsen
- 600–800 g orange/rote Sorten (Süßkartoffeln, Karotten, Paprika)
- 300–400 g Pilze und Tomaten
- Frische Zitronen oder Orangen für Vitamin C
Mit dieser Basis bist du gut aufgestellt und kannst täglich variieren.
Praktische Küchenhelfer
Ein gutes Messer, ein scharfes Gemüsehobel, Aufbewahrungsdosen und ein Backblech machen das Kochen schneller und angenehmer. Gefrierbeutel oder kleine Plastikboxen (oder wiederverwendbare Silikonbeutel) sind super, um vorportioniertes Gemüse einzufrieren.
Rezepte zum Ausprobieren
Schnelle Kichererbsenpfanne (für 2 Personen)
Zutaten: 1 Dose Kichererbsen, 1 Paprika, 200 g Brokkoli, 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 TL Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Olivenöl. Zubereitung: Zwiebel und Knoblauch andünsten, Paprika würfeln, Brokkoli in Röschen, alles kurz anbraten, Kichererbsen zugeben, würzen und servieren.
Wärmende Linsensuppe
Zutaten: 200 g rote Linsen, 1 Dose Tomaten, 1 Karotte, 1 Handvoll Spinat, Zwiebel, Gemüsebrühe, Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer. Zubereitung: Zwiebel und Karotte anbraten, Linsen und Tomaten dazu, Brühe aufgießen und köcheln lassen, zum Schluss Spinat einrühren.
Fehler, die man vermeiden kann
- Immer nur das gleiche Gemüse kaufen.
- Gemüse zu lange liegen lassen und dann wegwerfen.
- Bei Eisenmangel nicht ärztlich abklären und grundlos supplementieren.
Auf Reisen und unterwegs
Packe Snacks wie Karottensticks, Paprikastreifen, Nüsse und eine kleine Dose Kichererbsen ein. Das ist praktisch für lange Tage und hilft, beim Essen gesünder zu bleiben.
Langfristige Perspektive: Was zählt über Monate
Wichtig ist nicht, ob du jede Woche jede einzelne Sorte isst, sondern dass über Monate hinweg eine breite Palette an Gemüse auf deinem Teller landet. Wenn du in einem Monat häufiger Kohl isst und im nächsten Monat mehr Tomaten, ist das völlig in Ordnung - die Summe macht’s.
Fazit & kleine Aufgaben für diese Woche
Wenn du mit einer einfachen Challenge starten willst: Kaufe diese Woche mindestens fünf verschiedene Gemüsesorten, bereite an zwei Tagen etwas mit Tiefkühlgemüse und füge täglich eine extra Portion Blattgemüse ein. Beobachte, wie du dich fühlst - oft spürt man schon nach wenigen Tagen mehr Energie.
Hol dir leckere Wochenpläne und einfache Rezepte
Neugierig auf mehr Inspiration? Auf unserer Rezeptseite findest du zahlreiche, leicht nachkochbare Ideen für die Gemüsewoche: vegane Rezepte zum Nachkochen. Schau vorbei und lade dir Wochenpläne und Einkaufsliste herunter.
Häufig gestellte Fragen
Wie berechne ich die Portionen genau?
Eine Portion ist ungefähr 80 g. Drei Portionen Gemüse pro Tag = ca. 240 g. Das ist ein handliches Maß und lässt sich gut mit Alltagsgerichten kombinieren.
Ist Tiefkühlgemüse wirklich so gut wie frisch?
Ja: Tiefkühlgemüse wird meist kurz nach der Ernte verarbeitet und schont viele Nährstoffe. Es ist praktisch, reduziert Lebensmittelabfall und ist oft günstiger.
Was mache ich bei nachgewiesenem Eisenmangel?
Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Ergänzende Präparate können sinnvoll sein - besonders, wenn eine vegane Ernährung gewählt wird. Produkte wie Vegardians Organisches Eisen Activ Vegan sind für diesen Zweck formuliert, sollten aber nur bei belegtem Bedarf und ärztlicher Begleitung eingesetzt werden.
Eine Portion entspricht etwa 80 g. Drei Portionen Gemüse pro Tag machen rund 240 g. Multipliziert mit sieben ergibt das circa 1,68 kg Gemüse pro Woche. Kombiniert mit zwei Portionen Obst pro Tag kommst du auf die empfohlenen rund 2,8 kg Obst plus Gemüse pro Woche.
Ja. Tiefkühlgemüse wird meist kurz nach der Ernte schockgefroren und erhält viele Nährstoffe. Es ist eine praktische, oft günstigere Alternative, die Lebensmittelverschwendung reduziert und sich gut für Suppen, Currys oder Pfannengerichte eignet.
Nicht immer. Bei nachgewiesenem Eisenmangel ist ärztliche Abklärung wichtig. Ernährung kann vieles verbessern (Hülsenfrüchte + Vitamin C), aber bei ausgeprägtem Mangel sind Supplemente sinnvoll. Für pflanzenbasierte Lebensweisen gibt es gezielte Präparate wie Vegardians Organisches Eisen Activ Vegan, die bei belegtem Bedarf in Betracht gezogen werden sollten.
References
- http://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-empfehlungen/
- https://www.bzfe.de/essen-und-gesundheit/ernaehrungspyramide/wieviel-esse-ich-wovon
- https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/ernaehrungspyramide-ausgewogene-ernaehrung-leicht-gemacht-72062
- https://vegardians.de/products/organisches-eisen-activ-vegan
- https://vegardians.de/collections/vegane-protein-pulver
- https://vegardians.de/blogs/vegane-rezepte


